Die zehn Worte der Weisung (10 Gebote)

Die Zehn Worte der Weisung bzw. Zehn Gebote werden in der Liturgie der Hugenottengemeinden jeden Sonntag nach Exodus (2.Mose) 20 gelesen. Das kann in der ermahnenden Form mit „Du sollst nicht…“ oder – dem hebräischen Text näher – der affirmativen Form mit „Du tust nicht…“ geschehen. Ein direkter Imperativ steht nur beim Sabbatgebot und dem, die Eltern zu ehren. Ich lese sie Weisung in der folgenden Form, wobei ich bei der 2. und 3. in den angesagten Kosequenzen aufgrund eigener Erkenntnis von den traditionellen Übersetzungen abweiche. Für den nicht auszusprechenden Gottesnamen JHWH lese ich „der Ewige“.

Höre Israel! Gott redete alle diese Worte und sprach:

Ich bin der Ewige, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus einem Sklavenhaus.

Du hast keine anderen Götter neben mir.

Du machst dir kein Gottesbild noch irgendein Abbild von etwas, was oben im Himmel, was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. Du wirfst dich nicht nieder vor ihnen und dienst ihnen nicht, denn ich, der Ewige, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Vorfahren bedenkt bei den Nachkommen bis in die dritte und vierte Generation bei denen, die mich hassen, der aber Gnade erweist Tausenden bei denen, die mich lieben und meine Gebote halten.

Du missbrauchst den Namen des Ewigen, deines Gottes, nicht, denn der Ewige wird den nicht vor den Folgen bewahren, der seinen Namen missbraucht.

Denke an den Sabbattag und halte ihn heilig.

Sechs Tage arbeitest du und tust all deine Arbeit; der siebte Tag aber ist ein Sabbat für den Ewigen, deinen Gott. Da tust du keinerlei Arbeit, weder du selbst noch dein Sohn oder deine Tochter, dein Knecht oder deine Magd noch dein Vieh oder der Fremde bei dir in deinen Toren. Denn in sechs Tagen hat der Ewige den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, dann aber ruhte er am siebten Tag. Darum hat der Ewige den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt.

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst auf dem Boden, den der Ewige, dein Gott, dir gibt.

Du tötest nicht.

Du brichst nicht die Ehe.

Du stiehlst nicht.

Du sagst nicht als falscher Zeuge aus gegen deinen Nächsten.

Du begehrst nicht das Haus deines Nächsten; du begehrst nicht die Frau deines Nächsten oder seinen Knecht oder seine Magd oder sein Rind oder seinen Esel oder irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.