zu Matthäus 5, 38-48 und Exodus (2.Mose) 21, 18-27, 25.10.2015

im Gottesdienst in der Französischen Fiedrichstadtkirche Berlin von T. Hachfeld

Lieder vor der Predigt waren (EG für die Ref. Kirche) 452, 1 – 5.: Er weckt mich alle Morgen…, Psalm 25, 1 – 4.: Meine Seele steigt auf Erden… und 414, 1 – 4.: Lass mich. O Herr…

Weitere Texte waren: Römer 12, 21., die Zehn Worte und die Summe der Weisung, Worte aus Psalm 89 (als Eingangsgebet), Jesaja 54, 7.8., Exodus (2.Mose) 21, 18 – 27.(siehe unten) und Frage und Antwort 33 aus dem Heidelberger Katechismus.

Lesung aus Exodus (2.Mose) 21, 18 – 27.: Worte, die Mose dem Volk „vorlegen“ soll; die Israeliten können diese „Rechtsregeln“ (mischpatim) annehmen oder verwerfen. Als Regeln sind sie Vorbild für weiteres richterliches Entscheiden. Nach Benno Jacob übersetze ich sie so:
18. Und wenn Männer Streit haben und es schlägt einer seinen Genossen mit einem Stein oder Werkzeug und der stirbt nicht, sondern fällt aufs Lager,
19. falls er aufsteht und wandelt draußen an seinem Stab, so ist der Schläger losgesprochen, nur soll er für dessen Versäumnis zahlen und ärztlich behandeln, behandeln lassen soll er.
20. Und wenn jemand seinen Sklaven oder seine Magd mit dem Stock schlägt und jener stirbt unter seiner Hand – gerächt soll er werden.
21. Falls er hingegen nach vierundzwanzig Stunden aufsteht, wird er nicht gerächt, denn sein Geld ist er.
22. Und wenn Männer miteinander streiten und sie stoßen eine schwangere Frau und es gehen ihre Kinder ab, ohne dass eine Verletzung entsteht – eine Buße soll er büßen, falls der Gatte der Frau es von ihm verlangt, und er gebe es durch die Sühnerichter.
23. Wenn aber eine Verletzung entsteht, so sollst du geben Lebens-Ersatz für Leben.
24. Auges-Ersatz für Auge, Zahnes-Ersatz für Zahn, Hand-Ersatz für Hand, Fußes-Ersatz für Fuß,
25. Brandes-Ersatz für Brand, Bruches-Ersatz für Bruch, Beule-Ersatz für Beule.
26. Und wenn ein Mann das Auge seines Sklaven oder seiner Sklavin schlägt und verdirbt – zur Freiheit muss er ihn entlassen zum Ersatz für sein Auge.
27. Und sollte er den Zahn seines Sklaven oder den Zahn seiner Magd zum Ausfallen bringen, zur Freiheit muss er ihn entlassen zum Ersatz für seinen Zahn.

Predigttext aus Matthäus 5, 38 – 48.: Rede Jesu:
38. Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: «Auge um Auge und Zahn um Zahn.»
39. Ich sage euch auch: Leistet dem Bösen keinen Widerstand! Sondern wer dich auf deine rechte Backe schlägt, dem biete auch die andere!
40. Und dem, der mit dir prozessieren und dir dein Untergewand nehmen will, lass ihm auch den Mantel!
41. Und wer dich zu einer Meile Frondienst zwingt, geh mit ihm zwei!
42. Dem, der dich bittet, gib! Und von dem, der von dir borgen will, wende dich nicht ab!
43. Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: «Du sollst deinen Nächsten lieben» und deinen Feind hassen.
44. Ich sage euch auch: Liebt eure Feinde und bittet für eure Verfolger,
45. so dass ihr Söhne eures Vaters in den Himmeln werdet, weil er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen lässt und über Gerechte und Ungerechte regnen lässt.
46. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr da für einen Lohn? Machen nicht auch die Zöllner dasselbe?
47. Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Machen nicht auch die Heiden dasselbe?
48. Seid Ihr nun vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Liebe Gemeinde,
zum Ende meiner letzten Predigt hier vor zwei Monaten über die Heiligkeit Gottes und den Gebrauch seines Namens, habe ich gesagt: „Den Namen Gottes für das Richtige gebrauchen hieße vor allem, Geschichten erzählen, von dem, wie Menschen ihn erfahren haben.“
Der für heute vorgeschlagene Predigttext ist nun Wieder keine Erzählgeschichte. Er ist ein Ausschnitt aus einer Diskussion zwischen Jesus und anderen Frommen seiner Zeit, Teil der innerpharisäischen Klärung, wie man denn mit der Tora, der mosaischen Überlieferung von Lebensregeln und Rechtsordnungen und -normen, umgehen soll. Die setzt sich dann fort im Talmud, dessen früheste Teile auf die Zeit schon vor Jesus zurückgehen. Allerdings ist dieses Stück Talmud hier einseitig, die anderen Stimmen des Dialogs kommen nicht zur Sprache. Aber vielleicht genügt es ja, Jesus allein zu hören. Dann aber bitte richtig!
Auf wen ist da zu hören? In der Intention des Evangeliums ist Jesus nicht ein Rabbi unter anderen wie die Lehrer im Talmud, sondern dieser Rabbi ist, so bekennt es Petrus für die ganze Kirche, der Messias, der von Gott Gesalbte, der Erlöser, in dem Gott selber in der Welt ist und wirkt, sie mit sich versöhnt um sie so zu vollenden, wie in der Schöpfung angelegt, dass er einmal sagen kann: „Es ist sehr gut.“ (Genesis 1, 31.)
Den Abschnitt, auf den der Messias sich in seiner Lehrrede bezieht, haben wir vorher als Lesung gehört. Und die wenigstens war voller Geschichten, kurzen und prägnanten: Da streiten Männer, und einer schlägt den anderen mit einem Stein oder Werkzeug krankenhausreif. Andere zanken sich, und ihren Rangeleien kommt eine schwangere Frau in die Quere und erleidet eine Fehlgeburt. Und da gibt es Verletzungen, wenn einer seine Sklaven schlägt, und da gehen Augen, Zähne, Knochen und noch allerhand anderes zu Bruch…
Das Spannende an diesen Geschichten ist jeweils die Frage, wie der angerichtete Schaden wieder gut zu machen ist. Dem, der krankenhausreif geschlagen wurde, müssen Arbeitsausfall und Heilungskosten ersetzt werden. Und mehr nicht? Nein, mehr nicht. Für die durch die Rangelei erfolgte Fehlgeburt muss nur etwas gezahlt werden, wenn der verhinderte Vater es verlangt, das Weitere regelt dann das zuständige Gericht. Verlangt er nichts, wird auch nichts fällig. Wieder gut zu machen ist da ja sowieso nichts. Und bei den Sklaven ist es bemerkenswert, dass sie totzuschlagen genauso geahndet wird, wie einen freien Mann oder eine freie Frau totzuschlagen, nämlich mit der Todesstrafe. Denn auch der fremde Sklave ist ein von Gott geschaffener Mensch. Überlebt der aber die Schläge und ist nach zwei oder mehr Tagen wieder arbeitsfähig, dann hat der Schlagende den Arbeitsausfall hinzunehmen: Es ist ja sein eigener Verlust.
Wo jemand verletzt oder etwas beschädigt wird, ist, wo möglich, Ersatz zu leisten, in der Regel durch Geld. Augen-Ersatz für einen, dem ein Auge zerstört wird, kann nicht das Auge dessen sein, der sein’s zerstört hat – was sollte er damit! Sondern die Richter haben festzustellen, welcher Wert den Seh- und den Ansehensverlust kompensieren kann; und das selbe gilt für einen Zahn, ein Glied des Körpers, eine Beule oder etwas, was einem gehört und verbrannt wird oder zu Bruch geht. Dabei steht es dem Geschädigten immer frei, auf die Entschädigung zu verzichten. Trifft der körperliche Schaden jedoch einen Sklaven oder eine Sklavin, kommt als Kompensation nur die Freilassung in Frage; auch das wieder in Anerkennung, dass der fremde Sklave nicht weniger ein von Gott geschaffener Mensch ist als sein Herr.
Jesus erinnert an diesen Abschnitt mit seinem eindrücklichsten Schlagwort; er hat es sicher hebräisch oder aramäisch zitiert, überliefert hat das Evangelium nur eine griechische Übersetzung: óphthalmon anti ophthalmoû, odónta anti odóntos, Auge gegen Auge, Zahn gegen Zahn. Anders das Hebräische: ajin tachat ajin, schēn tachat schēn: Auge unter Auge, Zahn unter Zahn, was einen fest begrenzten Wert meint: Der oder die Geschädigte bekommt eine materielle Entschädigung – und damit gut. Es gibt dann keine weiteren Ansprüche, schon gar keine Rache.
Jesus erinnert an diesen Rechtssatz, um etwas dazu zu sagen. Egô dè légô hymîn: „Ich aber sage euch“ wird das meist übersetzt, als wollte Jesus das Zitierte abtun und an die Stelle etwas Neues setzen. Ich habe mich umgeschaut, wie es auch übersetzt werden kann: „Ich lege euch das heute so aus“ steht in der Übertragung in gerechter Sprache; inhaltlich fast richtig, aber keine Übersetzung des Griechischen. Am schönsten bin ich fündig geworden in der Französischen Bibel in der Umgangssprachevon 1997, wo übersetzt wird: „Eh bien, moi je vous déclare“ – „nun gut, ich erkläre euch“. Dass man das griechische „dè“ nicht nur als ein gegensätzliches „aber“ begreifen kann, sondern ebenso als klärendes „auch“ oder gar als „eh bien“, ist zwar allen Altphilologen bekannt; nur wenn sie einen Text wie unseren bearbeiten, wissen sie, scheint’s, dass Jesus ja gegen alles Jüdische sein muss. Vielleicht, weil sie ihn mit sich selbst verwechseln? Dieses „dè“ ist nur ein ganz kleines Wörtchen, aber an ihm kann sich der ganze Antijudaismus der Kirche festmachen.
Nein, der Jude Jesus, der Messias, spricht hier nicht gegen jüdische Tradition, sondern er zitiert sie, um sie weiter auszuführen. Und auch dabei zitiert er weiter – oder greift auf biblische Traditionen zurück, ganz direkt auf die vom Gottesknecht bei Jesaja: „Gott der HERR hat mir das Ohr aufgetan, und ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen. Denen, die schlugen, habe ich meinen Rücken dargeboten, und meine Wangen denen, die mich an den Haaren rissen, … Gott der HERR aber steht mir bei! Darum bin ich nicht zuschanden geworden.“ So steht es bei Jesaja 50 (5 bis 7), und dieses Lied von leidenden Gottesknecht diente dann mit anderen der christlichen Gemeinde, Leiden und Tod ihres Messias Jesus zu verstehen. Jesus greift dieses Messiaslied hier selbst auf und erweitert es durch Beispiele seiner Zeit: die Prozessiererei nach römischem Recht um Kleinigkeiten und die Zwangsarbeit, nach der römische Soldaten jeden Bürger der besetzten Länder zwingen konnten, ihnen über eine bestimmte Entfernung das Gepäck zu tragen.
Aber noch eine andere Tradition dient der Christenheit, Jesus als den Messias zu verstehen, nämlich die des Königs David, in dessen Nachfolge und auf dessen messianische Zukunft hin sie ihn sieht. An der entscheidenden Wendung der Geschichte zwischen David und seinem Vorgänger Saul sagt der zu ihm: „Du bist gerechter als ich, denn du hast Gutes für mich getan, ich aber habe dir Böses angetan. …. Wenn aber einer seinen Feind trifft, lässt er ihn dann unversehrt seines Weges ziehen? Was du am heutigen Tag für mich getan hast, vergelte dir der HERR mit Gutem.“ (1.Samuel 24, 18)
Damit und erst recht mit der Gabe für den, der bittet, folgt Jesus nicht nur der klassischen pharisäischen Frömmigkeit, sondern darüber hinaus und ebenso seinem messianischen Auftrag, nämlich zu tun was Gott tut, und Gott ist der Geber aller Güter für alle, ohne Ansehen der Person.
In einem zweiten Einsatz heißt es: „ Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: «Du sollst deinen Nächsten lieben» und deinen Feind hassen.“ Die Nächstenliebe ist ein eindeutiges Gebot, aus Leviticus 19. Aber weiter müssen wir den Evangelisten fragen: Wo steht denn, dass wir den Feind hassen sollen? Sicher nicht in der Tora! Sondern dieser Umkehrschluss entstammt der antijüdischen Polemik in der Kirche des Matthäus; zu erklären ist die aus der scharfen Abgrenzung des pharisäischen Judentum gegen die Kirche, als es sich nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 neu sammeln und auf sich selbst konzentrieren musste um zu überleben. Aber weder zu verstehen noch zu verzeihen ist, dass diese zeitbedingte antijüdische Tendenz dann durch die ganze weitere Kirchengeschichte gepflegt wurde und teilweise noch wird.
Denn vom Hassen spricht die hebräische Bibel so gut wie nie in der Befehlsform! Für Hass gelobt werden solche, die alles Böse und den Götzendienst hassen, verurteilt werden solche, die andere persönlich mit Hass verfolgen. Vor allem aber ist es Gott selber, der hasst, nämlich das Böse an sich und den Götzendienst, kaum jedoch die, die es tun – da genügt es, dass sie die Folgen auf sich ziehen. Sie sind eher zu bemitleiden.
Zum Umgang mit Feinden – wenn es nicht um direkte Kriegshandlungen geht – spricht die Hebräische Bibel anders: „Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen, und wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken. Denn so häufst du glühende Kohlen auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten.“ (Sprüche 25, 21)
Dabei bleibt Feind Feind – wenigstens vorläufig. Das „Lieben“ im Predigttext meint kein inniges und auch kein erotisches Gefühl, sondern praktisches Tun. Den Feind wie jeden bedürftigen Nächsten nähren, kleiden, bilden und sonstwie fördern wird ihn ent-feinden. Ob daraus Freundschaft wird oder nur ein erträgliches Nebeneinander, bleibt offen.
Das gilt ebenso bei allen Fremden, die zu uns kommen. Sie nähren und kleiden beziehungsweise, ihnen die Mittel dafür zur Verfügung stellen, bis sie für sich selbst sorgen können, ihnen alle Bildungsmöglichkeiten und vorrangig Sprachkurse zu öffnen, ihre mitgebrachten Fähigkeiten anerkennen und sie in jeder Hinsicht fördern: Das ist das Gebot nicht nur dieser Stunde, sondern seit je der Bibel, das der Messias Jesus hier noch einmal betont. Ob daraus Freundschaft entsteht oder nur ein erträgliches Nebeneinander, wird sich ergeben, wie es sich einst bei den Hugenotten in Preußen ergeben hat.
Das Einstehen für alle, die es brauchen, ist Nachfolge Gottes, also messianisches Tun, denn Gott steht selber für alle, auch die fremdesten und eigenartigsten Menschen ein. Da mit zu tun ist ein Schritt auf das Gottesreich hin, das der Messias uns öffnet.
„Gott mit uns!“ war einst die gotteslästerliche Parole, mit der auch Nächste zu Feinden erklärt wurden. „Wir mit Gott!“ oder „…Gott nach!“ wäre die Parole, die Feindschaft und Fremdheit überwindet und die Menschheit auf den Weg Gottes zusammenbringt. Auf den ruft uns der Messias Jesus, selber mit ihm vollkommen zu werden, wie unser himmlischer Vater vollkommen ist.
Das fängt im Kleinsten an, hört da aber nicht auf.
Wie das Reich Gottes.
Amen

Lied 602, 1. 3 – 5.: Reich des Herrn…

Gebet: Herr, das sind große Worte, die wir da singen, von Deinem Reich, von Dir als Friedefürst, von frohen Zeiten mit Dir als Recht und Licht der Völker – wir schlagen uns täglich mit viel kleineren Sachen herum, unseren eigenen Alttagssorgen wie unseren sorgenvollen Blicken auf alles, was in unserem Land geschieht oder zu geschehen droht; da scheint Dein verheißenes Friedensreich fern unserer Wirklichkeit zu liegen. So bekennen wir Dir unseren Kleinmut und unsere Verzagtheit. Und bitten Dich um den Mut, größer zu denken, an eine Welt voller Frieden und Gerechtigkeit, an die Schöpfung im Einklang mit Dir. Stärke so unsere noch bescheidenen Schritte auf Frieden, Gerechtigkeit und eine heile Natur hin, wo immer und vielleicht so kurz wir sie zu gehen vermögen; lass uns dabei nicht den Blick auf Deine Zukunft verlieren, der uns über unsere oft erfahrene Ohnmacht und Rückschläge trösten und hinweghelfen soll.
Hilf uns, den guten Willen und die Bereitschaft zu wirksamer Hilfe weiterzutragen, mit der so viele Leute bei uns die große Menge vor Krieg, Unterdrückung und Armut Geflohener empfangen haben. Hilf unseren Politikern und für die öffentliche Verwaltung Zuständigen, Phantasie für die Aufnahme zu entwickeln und anzuwenden, statt nach Beschränkungen und Abschreckungen zu suchen.
Lass die, die zu uns nach Europa fliehen, Sicherheit finden.
Sei mit den Millionen, die als Flüchtlinge im eigenen Land und in Nachbarländern im Nahen Osten und in Afrika in Not sind; hilf, dass sie materiell und psychisch überleben und eine menschenwürdige Zukunft haben.
Rette die, die auf dem Weg hierher zu Land und zur See in Lebensgefahr geraten; ermutige die, die ihnen zu helfen versuchen.
Lass dort, wo sie herkommen, Frieden einkehren und Gerechtigkeit, dass dort allen Zukunft und ein würdiges Leben möglich wird.
Und wir bitten Dich, Herr, lass über die große Aufgabe, Flüchtlingen zu helfen, nicht die vergessen werden, die auch bei uns schon jetzt elend sind, die für sich und ihre Kinder nicht mit den staatlichen Almosen auskommen, die erfahren müssen, dass niemand sie braucht, die aus der Gesellschaft schon abgerutscht sind in Obdachlosigkeit oder allerlei Süchte. Erinnere uns immer wieder, dass es unserer Gesellschaft als Ganzer nie besser geht als den Elendesten in ihr, und mache uns Mut, für sie einzutreten.
Sei mit unseren Kranken, dass sie die Geduld zur Heilung finden, und wo die nicht sein kann, da mache ihnen das Loslassen dieses Lebens leichter. Sei mit den Einsamen, dass sie Annahme erfahren, den Deprimierten, dass sie Licht im Dunkel wahrnehmen, denen, denen die Realität verlorengegangen ist, dass sie wieder klar sehen oder wenigstens Frieden finden.
Sei aber auch mit den Fröhlichen und Starken, dass sie ihre Kraft und ihren Elan für das Leben aller nutzbar machen. Schenke uns allen die Phantasie und den Spaß daran, neue Wege fürs Leben zu versuchen und zu gehen.
Im Stillen bringen wir jede und jeder unsere ganz persönlichen Anliegen vor Dich.
….
Und gemeinsam bitten wir, wie der Messias Jesu es gelehrt hat: Unser Vater im Himmel…